Häufige Fragen und Antworten 
 zur EVO Visian ICL Linsenimplantation 

Dauerhafte Korrektur der Kurzsichtigkeit mit EVO Visian ICL Linsen

In diesem Video beschreibt Dr. Parasta, Augenchirurg und ärztlicher Leiter des augenzentrum in München, die dauerhafte Korrektur der Kurzsichtigkeit mit der implantierbaren Linse „EVO Visian ICL“.

Dr. Parasta erklärt im Video die Korrektur der Kurzsichtigkeit mit EVO Visian ICL Linsen

Die implantierbaren Kontaktlinsen ICL stellen eine sehr gute Alternative zum Augenlasern da. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Reversibilität erlaubt jederzeit einen Austausch der Linsen falls sich die Sehstärke ändert. Ferner kommt die ICL ohne einen Gewebeabtrag an der Hornhaut aus. Die Kosten sind jedoch etwas höher als das Augenlasern (LASIK).

Wie führen wir die EVO VISIAN ICL OP im augenzentrum durch?

  • Tropfanästhesie (ohne Spritzen am Auge) in Dämmerschlaf
  • Die Implantation dauert ca. 10 Minuten pro Auge
  • Dr. Parasta entwickelte eine Technik, bei der nur 1 Zugang (nur 1 Schnitt) statt den üblichen 3 Schnitten notwendig ist
  • Wir führen die Implantation in einer Sitzung an beiden Augen durch
  • Wir implantieren ausschliesslich nur die aktuellste zugelassene Version der EVO VISIAN ICL und EVO+ VISIAN ICL ( USA/Schweiz )
  • Eine Laservorbehandlung der Iris ist bei der EVO VISIAN ICL nicht erforderlich
  • Sie benötigen in der Regel 1 OP-Voruntersuchung, 1 Implantationstermin und 2 Nachkontrollen
  • Die Kosten sind abhängig von der Implantatsstärke und Hornhautverkrümmung und liegen bei 2.300 Euro bis ca. 3.100 Euro pro Auge

Hier haben wir für Sie einige häufige Fragen und Antworten zur Evo Visian ICL zusammen gestellt:

Welche Dioptriestärken sind für ICL-Implantation gut geeignet?

Die ICL kann Kurzsichtigkeit bis ca. -16,00 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis ca. +10,00 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien korrigieren. Voraussetzung ist, dass die Implantation noch vor dem Eintritt der Alterssichtigkeit bzw. vor dem 48. Lebensjahr erfolgt und im Auge - anatomisch - genügend Platz zwischen Hornhaut und Linse vorhanden ist, damit die ICL sicher positioniert werden kann. Dies ist bei den meisten Kurzsichtigen der Fall. Bei Weitsichtigkeit ist dies nur bei weniger als die Hälfte der Patienten der Fall. Bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten (z.B. über -16,00 Dpt.) können ggf. auch 2 Verfahren (z.B. LASIK + ICL) mit einander kombiniert werden.

Wer ist für die EVO+ Visian ICL geeignet?

Erfahrungsgemäß können sich die Sehstärken bis zum 25. Lebensjahr noch stark ändern. Die langfristig stabilsten Werte sind ab dem 25. Lebensjahr zu erwarten. Bei einer ICL-Implantation vor dem 25. Lebensjahr ist die Entscheidung davon abhängig, wie weit die aktuelle Fehlsichtigkeit von der zu erwartenden Fehlsichtigkeit in Zukunft entfernt ist. Dies lässt sich heutzutage durch moderne Untersuchungsverfahren gut abschätzen und hilft die Stabilität der Sehstärken nach einer ICL Implantation gut vorherzusagen. Die Implantierbare Kontaktlinse ICL ist bis zum 45. Lebensjahr empfohlen. Zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr bleibt die ICL Implantation eine Einzelentscheidung, da sich ab dem 50. Lebensjahr die Alterssichtigkeit das Tragen einer Nahbrille notwendig macht. Daher empfehlen wir im Augenzentrum (München) die ICL Implantation zwischen dem 25.-45. Lebensjahr am liebsten.

Was kostet eine EVO Visian ICL Operation?

Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Bei privaten Versicherungen wird derzeit die Erstattungsfähigkeit bei einer Kurzsichtigkeit über -6 Dioptrien und einem Seitenunterschied beider Augen von mehr als 2 Dioptrien im Einzelfall geprüft. Ein Erstattungsanspruch besteht jedoch nicht. Die Kosten der Linsenimplantation können jedoch als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Die Gesamtkosten der Operation sind natürlich abhängig von den Leistungen im Einzelfall und den eingesetzten Linsen. Erfahrungsgemäß belaufen sich die gesamten Behandlungskosten zwischen 2.300 Euro und 3.100 Euro pro Auge. Hierin sind Vor- und  zwei Nachuntersuchungen bereits berücksichtigt.

Nachbehandlungen sind unserer Erfahrung nach sehr selten notwendig. Sollte einmal ein Linsentausch oder eine Nachjustierung innerhalb von 5 Jahren nach der Erstbehandlung im Augenzentrum notwendig sein, unterliegt diese unserer Kulanzregelung.

Ist die ICL auch für Weitsichtigkeit geeignet?

Weitsichtige Menschen brauchen sog. Plusgläser für die Korrektur der Weitsichtigkeit. Plusgläser sind Sammellinsen und haben daher eine größere Mittendicke als Minusgläser. Die implantierbare Kontaktlinsen ICL sind auch Sammellinsen für die Korrektur der Weitsichtigkeit bis ca. +10 Dioptrien verfügbar. Jedoch wird für eine sichere Implantation dieser "dickeren" Linsen auch ausreichend Raum im Auge benötigt: Mindestens 3 mm sollte zwischen Hornhaut und eigene Linse Platz sein, damit man bei einem weitsichtigen Augen die implantierbare Kontaktlinse ICL sicher und gut implantieren kann. Diese anatomische Voraussetzung ist jedoch bei sehr vielen Weitsichtigen nicht gegeben. Bei Kurzsichtigen jedoch fast immer gegeben. Daher ist der Anteil der Weitsichtigen, die für eine ICL-Implantation in Frage kommen (leider) sehr gering. Für die Altersweitsichtigkeit werden jedoch bei der nächsten Version der ICL Lösungen erwartet, die eine Unterstützung in der Nahsicht für Patienten zwischen 45 und 50 Jahren anbietet.

Kann die ICL auch eine Hornhautverkrümmung korrigieren?

Ja, das kann die implantierbare Kontaktlinse sogar zum Teil besser und präziser als der Augenlaser (LASIK). Prinzipiell sind Korrekturen von Hornhautverkümmung (Astigmatismus) bis ca. 6 Dioptrien Zylinderstärke möglich.

Kann die ICL die Alterssichtigkeit korrigieren?

Derzeit noch nicht. Derzeit ist noch keine multifokale ICL verfügbar. Zurzeit ist das beste und nachhaltigste Korrekturverfahren zur gleichzeitigen Korrektur von Fehl- und Alterssichtigkeit die > Implantation multifokaler Linsen, die die körpereigenen Linsen ersetzen. Die ICL kann - wie auch die Augenlaserkorrektur - keine Alterssichtigkeit korrigieren. Tritt bei einem ICL-Träger ab dem 50. Lebensjahr die Alterssichtigkeit ein, so wird die Benutzung einer Lesehilfe notwendig. Natürlich ist dann immer noch ein "Upgrade" auf Multifokallinsen auch möglich. Dies schliesst sich nach einer ICL-Implantation nicht aus. Nach einer ICL-Implantation bleiben weiterhin alle Optionen für eine spätere Versorgung mit Brille, Kontaktlinsen oder Multifokallinsenimplantation offen. Ab Ende 2015 wird eine neue Version der ICL für die Altergruppe zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr erwartet. Diese Version soll eine Nahunterstützung mitbringen, die den Eintritt der Alterssichtigkeit etwas verzögern soll.

Kann man durch eine ICL Linsenimplantation blind werden?

Weltweit wurden bereits mehr als 400.000 ICL Implantationen erfolgreich durchgeführt. Weltweit ist bis heute von keiner einzigen Erblindung berichtet worden.

Kann bei der ICL Linsenimplantation das Auge beschädigt werden?

Sollte es bei der ICL Linsenimplantation zu einer Verletzung der eigenen Linse kommen, würde sich die natürliche Linse eintrüben. In diesem Falle wäre eine Nachoperation zum Ersatz der eigenen Linse durch eine Multifokallinse notwendig, um die Sehleistung wieder herzustellen. Eine Blindheit droht daher hierdurch nicht. Eine Verletzung der eigenen Linse ist jedoch mit der neuen Generation von Kollagenlinsen dank der verbesserten Implantationstechnik seit einigen Jahren nicht mehr aufgetreten.

Wie lange hält die Korrektur nach ICL Linsenimplantation an?

Die "Lebensdauer" der ICL Linsen wird auf ca. 90 Jahre geschätzt. Die Korrektur durch die Kollagenlinse hält somit lebenslang an. Jedoch altert die natürliche Linse unabhängig von der Kollagenlinse: Somit bleibt die Entwicklung der Altersweitsichtigkeit und der altersbedingten Linsentrübung (Grauer Star) von der Implantation unberührt. Eine Veränderung der Sehstärke ist nach einer ICL Linsenimplantation eine Rarität. Eine Änderung der Sehstärke kommt somit nach ICL Implantationen viel seltener vor als z.B. nach einer Augenlaserbehandlung (LASIK). Sollte aber eine relevante Änderung eintreten, ist ein Austausch der ICL eine gute Option die jederzeit möglich ist.

Was passiert mit der ICL wenn ich Alterssichtig werde?

Die Altersweitsichtigkeit kann problemlos mit einer Lesebrille ausgeglichen werden. Alternativ kann eine Dauerkorrektur durch den Austausch der nicht mehr flexiblen körpereigenen Linse durch eine Multifokallinse erfolgen.

Was ist das größte realistische Risiko nach der ICL Linsenimplantation?

Nach der ICL Implantation kann in Einzelfällen der Augendruck innerhalb der ersten 24 Stunden beträchtlich steigen. Dies würde sich durch ein "Nebelsehen" und starke Kopfschmerzen und Übelkeit bemerkbar machen. In diesem Fall kann der Augendruck mittels Medikamenten in der Regel sehr gut wieder kontrolliert werden. Wichtig ist nur, dass die Therapie rechtzeitig eingeleitet wird, damit sich das Auge auch schnell wieder erholen kann und somit kein unangenehmer Reizzustand entsteht. Bei einer späten Therapieeinleitung kann eine Nachoperation oder eine Explantation bzw. Austausch der ICL Linse notwendig werden. Engmaschige Kontrollen nach der Behandlung garantieren eine frühzeitige Erkennung und Vermeidung von eventuellen Komplikationen. Infektionen oder Entzündungen sind durch rechtzeitigen Einsatz von Antibiotika und Entzündungshemmern gut beherrschbar. Besonders wichtig sind Kontrollen in der ersten Heilungsphase während der ersten 2 bis 4 Tage nach der Behandlung.

Eine 100 Prozentige Sicherheit gibt es bei keinem medizinischen Verfahren. Die genaue Diagnostik vor einer Linsenimplantation ist hier die beste 'Versicherung' gegen Spätschäden. Frühere Studien enthielten Hinweise, dass bei 2 bis 4 % der Patienten mit einer sehr hohen Fehlsichtigkeit (über 12 Dioptrien) eine frühere Linsentrübung eintreten kann, als dies altersbedingt zu erwarten wäre. Nachdem aber erfahrungsgemäß bei hohen Fehlsichtigkeiten Linsentrübungen auch ohne Linsenimplantationen  früher auftreten können, konnte nie ein beweisender Zusammenhang zwischen der Linsenimplantation und Linsentrübungen hergestellt werden.

Sicherheitshalber wurde jedoch die Architektur der Kollagenlinsen in den letzten Jahren dahingehend verbessert, dass hier die Gefahr eines zu strengen Aufliegens der Kollagenlinse auf der eigenen Linse weiter minimiert wird. Somit treten Linsentrübungen nach einer Kollagenlinsenimplantation nur noch in Ausnahmefällen auf.

Darf ich vor der OP und OP-Voruntersuchung Kontaktlinsen tragen?

KontaktlinsenBei weichen Kontaktlinsen sollten eine Woche vor der Voruntersuchung keine Kontaktlinsen getragen werden. Bei harten Kontaktlinsen sollte die Kontaktlinsenkarenz drei Wochen vor der Voruntersuchung betragen. Zwischen der Voruntersuchung und der Operation können Kontaktlinsen - unter besonderer Berücksichtigung der Hygiene - bis 3 Tage vor der OP wieder getragen werden.

Was sind die Langzeiterfahrungen bei ICL Linsenimplantationen?

Linsenimplantationen gehören zu den häufigsten Eingriffen in der gesamten Medizin und werden in der aktuellen Technik seit Anfang der 80er Jahre weltweit durchgeführt. Die ICL Kollagenlinsen sind seit ca. 19 Jahren verfügbar und werden am häufigsten in den USA, Korea, Japan und Deutschland eingesetzt. Die Langzeiterfahrungen haben eine sichere und nachhaltige Korrektur aufzeigen können. In den USA wurde die Kollagenlinsenimplantation als sicheres Verfahren von der Bundesgesundheitsbehörde FDA zertifiziert und zugelassen. Auch die strengeren europäischen Richtlinien konnte die Kollagenlinsenimplantation sehr gut bestehen. Über 97% der durch die FDA befragten Patienten waren mit ihrer ICL Implantation hochzufrieden und würden auch diese weiterempfehlen.

Wie lange dauert eine Linsen OP?

Die Implantation nimmt ca. 7 bis 10 Minuten pro Auge in Anspruch. Aufgrund der notwendigen Vorbereitungen beträgt Ihre Aufenthaltszeit im OP etwa 60 Minuten.  

Tut eine Augen OP weh?

Während der Linsen Operation werden Sie in einen leichten Dämmerschlaf versetzt, welcher zu Ihrer Tiefenentspannung führt. Schmerzen erwarten Sie bei dieser Operation nicht. Ihr Kopf liegt während der Implantation in einer weichen Kopfschale, die große Kopfbewegungen abfängt. Über Ihrem Kopf befindet sich eine Lichtquelle, die Sie fixieren können. Kleine Augenbewegungen sind für die Implantation ungefährlich. 
 
Die Augenoberfläche wird mit speziellen Augentropfen betäubt.  Während er Implantation spüren Sie lediglich ein leichtes Druck- oder Wärmegefühl. 
 
Nach der Linsenimplantation werden Sie etwa 3 bis 5 Stunden lang ein Fremdkörpergefühl empfinden, etwas lichtempfindlich sein und Ihre Augen tränen vermehrt. Die Einnahme von Schmerzmitteln ist i.d.R. nicht notwendig.

Wann kann ich nach der Augenoperation Auto fahren und Sport machen?

joggen-ohne-brilleSobald Ihre Sehschärfe über 80 % beträgt, bekommen Sie von uns eine Bescheinigung zum Führen Ihres Kraftfahrzeugs ohne Sehhilfe. Nahezu 98% unserer Patienten erreichen bereits am erstenTag nach der Korrektur diesen Wert. Schwimmen, Joggen und leichte Sportarten sind bereits ab der 2. Woche nach der Operation erlaubt. Zum Schwimmen empfehlen wir den Einsatz einer Schwimmbrille. Tauchen und Segelfliegen ist ebenfalls wieder ab der 2. Woche möglich. Mit schwerer körperlicher Belastung sollten Sie bis zur 4. Woche nach der Operation warten. Bei Outdoor-Sportarten sollten Sie Ihre Augen vor äußeren Einflüssen wie Wind, Regen oder Ballschlag mit einer Schutzbrille / Sonnenbrille schützen. Am Bildschirm können Sie gerne ab dem 2. Tag nach der Behandlung arbeiten, wenn Sie regelmäßig Ihre Befeuchtungstropfen verwenden.

Wie sieht die Nachsorge nach der Augenoperation aus?

Ihr erster Kontrolltermin nach der Linsenimplantation findet bereits am nächsten Tag statt. Ein weiterer Nachsorgetermin erfolgt eine Woche nach Ihrer Kollagen Linsenimplantation. Wir empfehlen nach ihrer ICL-Linsenimplantation eine jährliche Kontrolluntersuchung bei Ihrem Augenarzt.

Werden beide Augen am gleichen Tag operiert?

Ja. Im Augenzentrum (München) werden beide Augen am gleichen Tag in einer Sitzung operiert. Allerdings werden die Augen als 2 verschiedene Operationen behandelt, sodass das gesamte Verbrauchsmaterial für das 2. Auge erneuert wird und beim Sterilgut eine andere Charge verwendet wird. Der Patient bekommt nach der Operation über beide Augen durchsichtige Schutzkappen.

TÜV Siegel: Gibt es eine Qualitätssicherung und was wird geprüft?

TÜV Süd ISO 9001 überwachtDas Augenzentrum in München ist vom TÜV SÜD nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung zertifiziert. Durch unser Qualitätsmanagement-System nach DIN EN ISO 9001:2008 sichern wir sowohl die Modernität der OP-Techniken und Operationsgeräte, als auch die regelmäßige Wartung durch die jeweiligen Hersteller. Das Augenzentrum München gehört zu den deutschen Referenzzentren im Bereich der refraktiven Chirurgie. Unser Team steht als Ausbilder und Berater für andere Praxen in Deutschland zur Verfügung. Unsere Operateure im Bereich der refraktiven Chirurgie verfügen über mindestens 7 Jahre Erfahrung in der modernen Laser- und Linsenchirurgie und haben bereits über 2.000 Eingriffe erfolgreich durchgeführt. Unser Team hat sich ferner auf 'Reparatur-Behandlungen' nach Komplikationen bei im Ausland durchgeführten Eingriffen spezialisiert.